In etruskischer und römischer Zeit war Vada der Hafen von Volterra. Man nimmt an, dass der antike Hafen dort lag, wo heute der Schiffsanlegesteg des Unternehmens Solvay
beginnt.
Der vorgelagerte Meeresabschnitt erwies sich als besonders geeignet zum Anlegen der Schiffe und für die Be- und Entladung der Waren, da er durch ein ausgedehntes
System von Untiefen geschützt war. Anfang des 5. Jh.s n. Chr. liefert ein von Rom nach Gallien reisender Dichter eine lebhafte Beschreibung des Hafens, in den man über
eine schmale Fahrrinne gelangte, die durch Pfähle mit Zweigen markiert war und noch heute erkennbar ist.
In unmittelbarer Nachbarschaft, am nördlichen Stadtrand von Vada,
im Ortsteil S. Gaetano, wurde ein Teil des seit der zweiten Hälfte des 1. Jh.s n. Chr. erbauten Hafenviertels ans Licht gebracht. Die Gebäude waren auf den Resten eines
Dorfes mit etruskischen Hütten aus dem 9. Jh. v. Chr. errichtet worden, das bei einer Überschwemmung zerstört und dann verlassen worden war.
Die Ausgrabungen in diesem
Gebiet dauern noch an: zur Zeit scheint das Viertel aus zwei Thermenkomplexen, einem Monumentalbrunnen, Speicherhallen (Horrea), einem Markt und dem Sitz einer Hafengilde
zu bestehen. Die Gebäude waren reich mit Statuen, Mosaiken sowie Fresken dekoriert. Die Materialien sind zum Teil erhalten geblieben und befinden sich im Museum in
Rosignano Marittimo. Das im 4. Jh. erneuerte Viertel scheint bis zum Ende des 6. und Beginn des 7. Jh.s aktiv und war dem Mittelmeerhandel verbunden.
Die zahlreichen
Fundgegenstände (Amphoren für Öl, Wein und Fischsaucen und Früchte, Geschirr, Lampen, Münzen) liefern wichtige Daten zur Einfuhr- und Ausfuhrtätigkeit des Hafens und des Hinterlandes.
and hinterland.
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